AUS EINEM ARBEITSZIMMER WURDE EIN ORT DER RUHE
- Selina
- 13. Juli
- 3 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 9. Aug.

Ein Japandi-Raumkonzept mit durchdachtem Stauraum in Augsburg-Haunstetten.
Projekt Planung & UmsetzungOrt: Augsburg-Haunstetten Leistungen: Interior Design, Stauraumplanung, Farb- & Materialkonzept, Lichtplanung, Maßanfertigungen, Projektkoordination Stil: Japandi Besonderheit: Multifunktionaler Raum für Arbeit, Meditation und Bewegung |
“Ein Raum kann erst Ruhe ausstrahlen, wenn auch das, was sich darin befindet, seinen Platz gefunden hat.”
Manche Projekte beginnen nicht mit einer Farbkarte oder einem Grundriss, sondern mit einer Lebensgeschichte.
Meine Kundin hatte ihr Haus verkauft und bezog eine Etage als Mietwohnung – ein bewusster Neuanfang. Mit dem Umzug entstand der Wunsch, Ballast loszulassen und Räume zu schaffen, die zu ihrem neuen Lebensabschnitt passen.
Ein Raum spielte dabei eine ganz besondere Rolle. Er sollte Arbeitsplatz, Rückzugsort und Ort für Meditation und Bewegung zugleich sein – ohne dabei an Ruhe zu verlieren.
DIE HERAUSFORDERUNG
Über viele Jahre hatte der Raum die unterschiedlichsten Aufgaben übernommen. Arbeitszimmer, Abstellfläche, Kleiderschrank, Sportraum und Aufbewahrungsort für alles, was irgendwann vielleicht noch gebraucht werden könnte.
Mit der Zeit entstand so eine Umgebung, die eher belastete als entlastete. Unterschiedliche Möbel, fehlender Stauraum und viele offene Flächen ließen den Raum unruhig wirken. Die schönen Einzelstücke gingen dabei fast unter.
Schnell wurde klar: Bevor wir über Farben, Materialien oder Möbel sprechen, brauchte der Raum vor allem eines – Struktur.
MEHR ALS RAUMGESTALTUNG
Unsere Zusammenarbeit begann deshalb nicht mit der Einrichtung, sondern mit dem gemeinsamen Ausmisten.
Viele Gegenstände waren mit Erinnerungen verbunden. Manche Entscheidungen fielen leicht, andere brauchten Zeit. Gemeinsam sortierten wir, schufen Ordnung und überlegten ganz bewusst, welche Dinge auch im neuen Lebensabschnitt ihren Platz haben sollten.
Genau dieser Teil meiner Arbeit ist mir besonders wichtig. Denn Räume verändern sich nicht allein durch neue Möbel – sondern dadurch, dass sie wieder Platz für das schaffen, was wirklich wichtig ist.
EIN RAUM MIT VIELEN FUNKTIONEN – UND EINER KLAREN IDEE
Die Wünsche meiner Kundin waren schnell definiert: Der Raum sollte Platz für Meditation, Bewegung, Massagen, einen kleinen Arbeitsplatz und ausreichend Stauraum bieten. Trotz dieser vielen Funktionen sollte er ruhig, reduziert und harmonisch wirken.
Die gestalterische Richtung war schnell gefunden: Japandi.
Natürliche Materialien, helle Holzoberflächen, klare Linien und eine zurückhaltende Farbwelt schaffen genau die Atmosphäre, die wir uns für diesen Raum gewünscht haben.
Ein maßgefertigter Einbauschrank mit Shoji-Schiebetüren sorgt heute für großzügigen Stauraum. Ein warmer Sisalteppich, bodenlange Baumwollvorhänge und handgefertigte Leuchten ergänzen das Konzept und verleihen dem Raum Wärme und Leichtigkeit. Persönliche Kunstwerke der Kundin setzen individuelle Akzente, ohne die ruhige Gesamtwirkung zu stören.
VON DER IDEE BIS ZUR UMSETZUNG
Damit sich meine Kundin den neuen Raum schon vor Beginn der Arbeiten vorstellen konnte, entwickelte ich eine realistische Visualisierung sowie ein Farb- und Materialkonzept. Gemeinsam wählten wir Stoffe, Materialien und Lichtstimmungen aus und stimmten jedes Detail sorgfältig aufeinander ab.
Auch die Planung des maßgefertigten Einbauschranks, die Abstimmung mit dem Schreiner sowie die Koordination aller beteiligten Handwerksbetriebe gehörten zum Projekt.
Während der Umsetzung erhielt der Raum einen neuen, harmonischen Anstrich. Die Vorhänge fertigte ich selbst an und montierte sie vor Ort. Gemeinsam mit meinem Elektriker entstand ein Lichtkonzept, das den Raum heute je nach Nutzung sanft und stimmungsvoll inszeniert.

DAS ERGEBNIS
Aus einem überfüllten Allzweckzimmer wurde ein Raum, der Ruhe ausstrahlt und den Alltag spürbar erleichtert.
Jeder Gegenstand hat heute seinen festen Platz. Natürliche Materialien wie Holz, Baumwolle und Sisal verleihen dem Raum Wärme und Struktur. Das Farbkonzept verbindet alle Elemente zu einem stimmigen Gesamtbild.
Heute nutzt meine Kundin den Raum genauso, wie sie es sich zu Beginn unserer Zusammenarbeit gewünscht hat – zum Arbeiten, Meditieren, für Bewegung und als persönlichen Rückzugsort.
DER SCHÖNSTE MOMENT
Als wir den Raum gemeinsam fertig eingerichtet hatten, blieb meine Kundin einen Moment lang still.
Dann standen ihr Tränen in den Augen.
Nicht, weil der Raum besonders schön geworden war.
Sondern weil er sich endlich nach ihr anfühlte.
Genau diese Momente machen meine Arbeit für mich so besonders.
MEHR EINBLICKE IN DIESES PROJEKT
Manche Räume muss man einfach erleben.
Auch das Wohnzimmer dieser Wohnung durfte ich gestalten. Im Video auf meinem Instagram-Profil bekommst du einen Einblick in das fertige Ergebnis und siehst, wie beide Räume zu einem harmonischen Zuhause zusammenfinden.
Du wünschst dir einen Raum, der nicht nur gut aussieht, sondern dir im Alltag Ruhe und Struktur schenkt? Ich freue mich darauf, mehr über dein Zuhause und deine Ideen zu erfahren (Kennenlerngespräch vereinbaren)




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